Christian E. Weißgerber

Unsere Vergangenheit kann erklären, wer wir sind.Nicht, wer wir bleiben müssen. Our past can explain who we are.Not who we have to remain.

Studierter Kulturwissenschaftler und Philosoph, freiberuflicher Autor und Bildungsreferent. Bis 2010 gehörte ich zum Führungskreis der „Autonomen Nationalisten“ der rechtsextremistischen Szene in Thüringen, Deutschland und darüber hinaus. Seit 2012 arbeite ich an Schulen, Universitäten und mit der interessierten Öffentlichkeit daran, verständlich zu machen, wie Menschen sich radikalisieren — und was dagegen hilft.

Cultural scientist and philosopher, freelance author and educator. Until 2010 I belonged to the leadership circle of the “Autonome Nationalisten” within the Neonazi scene in Thuringia, Germany and beyond. Since 2012 I have worked in schools, universities and with the interested public to explain how people become radicalised — and what helps against it.

Über michAbout me

Nicht vergessen. Verstehen. Verantwortung übernehmen. Verändern. Not forgetting. Understanding. Taking responsibility. Changing.

Ich gebe Interviews und Workshops, halte Vorträge und Seminare — an Schulen, Universitäten sowie für die interessierte Öffentlichkeit. Nicht, um meine Vergangenheit als Neo-Nazi auszustellen, sondern weil ich glaube, dass wir Radikalisierung in ihren vielen Facetten nur dann wirksam begegnen können, wenn wir sie umfänglich verstehen. Die überwältigende Mehrheit radikalisierter Menschen steigt nicht aus oder deradikalisiert sich je wieder umfänglich. Deshalb ist Prävention in Form gelebter demokratischer Bildung und Kultur an jedem Tag und überall so wichtig — wenn wir auch in Zukunft in relativem Frieden und Freiheit leben wollen.

I give interviews and workshops, lectures and seminars — in schools, at universities and for the interested public. Not to put my past as a neo-Nazi on display, but because I believe we can only counter radicalization in its many facets effectively once we understand it sufficiently. The overwhelming majority of radicalized people never leave or fully deradicalize. That is why prevention in the form of democratic education and culture, lived every day and everywhere matters so much, if we want to go on living in relative peace and freedom.

Werdegang Selected background & experience

  • seit 2016since 2016

    Freiberuflicher Bildungsreferent — Vorträge, Workshops, Schulungen und Podiumsdiskussionen an Schulen und Hochschulen sowie bei öffentlichen Veranstaltungen in Jugendzentren, für zivilgesellschaftliche Organisationen, Gewerkschaften, Institute, NGOs uvm., vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Tschechien. Freelance educator — lectures, workshops, training sessions and panel discussions at schools and universities, and at public events in youth centres and for civil-society organisations, trade unions, institutes, NGOs and many more, mainly in Germany, Austria and Switzerland as well as the Czech Republic.

  • 2013–2017

    Humboldt-Universität zu Berlin: Masterstudium Kulturwissenschaft. Masterarbeit „Mediale Affekte in den Politiken des Ressentiment“ bei Joseph Vogl und Jan Slaby. Humboldt-Universität zu Berlin: M.A. in Cultural Studies. Master’s thesis “Mediale Affekte in den Politiken des Ressentiment”, supervised by Joseph Vogl and Jan Slaby.

  • 2014–2016

    Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung; 2014–2015 Sprecher des stipendiatischen Arbeitskreises Politische Theorie. Scholarship holder of the Friedrich Ebert Foundation; 2014–2015 speaker of its scholars’ working group on political theory.

  • 2013–2015

    Fellow des Institute for the Study of Radical Movements (ISRM). Fellow at the Institute for the Study of Radical Movements (ISRM).

  • 2015

    ERASMUS-Auslandsstipendium an der Université Paris 8 Vincennes–Saint-Denis, Frankreich. ERASMUS exchange scholarship at Université Paris 8 Vincennes–Saint-Denis, France.

  • 2012–2016

    Bildungsreferent für die Deradikalisierungsorganisation EXIT-Deutschland. Educator for the deradicalisation organisation EXIT-Deutschland.

  • 2011–2012

    Fachschaftsrat Philosophie in Jena: Studienberatung und Betreuung der Bachelorstudierenden. Philosophy student council in Jena: study advice and support for undergraduates.

  • 2009–2013

    Friedrich-Schiller-Universität Jena: Bachelorstudium Philosophie und Gräzistik. Bachelorarbeit: Entwurf eines sozialphilosophischen Begriffs von Radikalisierung und Deradikalisierung. Friedrich Schiller University Jena: B.A. in Philosophy and Greek Studies. Thesis on a socio-philosophical concept to better understand radicalisation and deradicalisation.

Wissenschaftliche Vorträge unter anderem an der Universität Mannheim (2019), der SOAS University of London (2018), der Universität Salzburg (2018), in Leipzig (2016), Oslo (2012) und Hillerød (2012). Academic lectures include the University of Mannheim (2019), SOAS University of London (2018), the University of Salzburg (2018), Leipzig (2016), Oslo (2012) and Hillerød (2012).

Lesungen und Veranstaltungen unter anderem mit Wolfgang Benz, Wilhelm Heitmeyer und Boris Nikitin. Readings and events with, among others, Wolfgang Benz, Wilhelm Heitmeyer and Boris Nikitin.

Das BuchThe book

Mein Vaterland!

Warum ich ein Neonazi war Why I was a neo-Nazi

„Radikalisierung ergreift die Körper wie die Köpfe.“ “Radicalization captures bodies as well as minds.”

  • VerlagPublisher Orell Füssli, Zürich
  • JahrYear 2019
  • UmfangPages 256 Seiten
  • ISBN 978-3-280-05696-7
  • AusgabenEditions Broschur und E-BookPaperback and e-book

KlappentextPublisher’s blurb

„In seinem Buch verdeutlicht Weißgerber, wie Alltagsrassismus und bestimmte Männlichkeitsvorstellungen in seiner Jugend im ostdeutschen Arbeitermilieu seinen Weg in die Nazi-Szene ebneten. Rechtes Gedankengut war schon damals kein Randphänomen.

Vielmehr schloss es nahezu nahtlos an Vorstellungen der sogenannten »Mitte der Gesellschaft« an: zuerst in der Schule, dann bei der Bundeswehr und später an der Uni. Beklemmend beschreibt der Autor autobiografische Episoden aus seiner Jugendzeit und verbindet sie mit politisch-psychologischen Analysen rechter Ideologien. Weißgerber klärt anhand seiner Erfahrungen in der organisierten Neonazi-Szene über ideologische Überschneidungen mit gegenwärtigen nationalpopulistischen Strömungen auf.“

“In his book, Weißgerber shows how everyday racism and particular notions of masculinity in his youth in an East German working-class milieu paved his way into the Nazi scene. Far-right thinking was no fringe phenomenon even then.

Rather, it connected almost seamlessly to the ideas of the so-called ‘centre of society’: first at school, then in the armed forces and later at university. In oppressive detail the author describes autobiographical episodes from his youth and combines them with political-psychological analyses of far-right ideologies. Drawing on his experience in the organized neo-Nazi scene, Weißgerber sheds light on the ideological overlaps with today’s national-populist currents.”

„Wahrscheinlich eine der reflektiertesten Biografien der Aussteigerszene.“ “Probably one of the most thoughtful autobiographical accounts to emerge from the scene of those who have left the far right.”

Ellen Carius, Belltower.News (Amadeu Antonio Stiftung), 26.07.2019 Ellen Carius, Belltower.News (Amadeu Antonio Stiftung).
German original; translation mine.

„Selbstkritisch, gesellschaftskritisch, zutiefst ehrlich und äußerst spannend“ “Critical of society as well as himself, deeply honest and thoroughly compelling.”

nasim namadchiyan, vorablesen.de nasim namadchiyan, vorablesen.de
German original; translation mine.

(Die Leseprobe ist ein Downloadlink.) (The sample chapter is a download link.)

Die tschechische Übersetzung „Moje vlast! Proč jsem byl neonacista“ (Host, Brünn 2020, übersetzt von Zuzana Schwarzová) ist bei einem externen Buchhändler erhältlich. The Czech translation “Moje vlast! Proč jsem byl neonacista” (Host, Brno 2020, translated by Zuzana Schwarzová) is available from an external bookseller.

Auf Wunsch signierte Exemplare für je 18 € zzgl. Versand ab 2 € innerhalb Deutschlands. Umtausch, Widerruf, Rückgabe ausgeschlossen. Signed copies on request, 18 € each plus postage from 2 € within Germany. No exchange, cancellation or return.

Quellen und Literaturnachweise zum Buch (PDF) Sources and bibliography for the book (PDF)

BildungsarbeitEducational work

„Wissensvermittlung ohne Werte ist leer, Wertevermittlung ohne Wissen blind.“ “Education without values is empty; values without education are blind.”

Ohne eigene Werte und Haltung ist verantwortungsbasierte demokratische Bildungsarbeit nicht möglich. Wenn man selbst nicht weiß, wo man warum steht, kann man auch niemand anderem dabei helfen, seinen eigenen Weg zu finden.

Ich vertrete einen verantwortungsbasierten Bildungsansatz. Bildung ist nicht ausschließlich die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, sondern ein Prozess, in dem Menschen dazu befähigt werden, Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Gesellschaft zu übernehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung von Urteilsfähigkeit, Selbstreflexion und dem Vermögen, die Folgen des eigenen Handelns einzuschätzen. Bildung schafft in diesem Verständnis Räume, in denen Menschen lernen, Entscheidungen zu begründen, Ambivalenzen auszuhalten und für die eigenen Überzeugungen und Handlungen einzustehen. Zugleich wird Verantwortung nicht als individuelle Pflicht verstanden, sondern als etwas, das in sozialen Zusammenhängen entsteht: Menschen erfahren, dass ihre Entscheidungen Auswirkungen auf andere haben und dass gesellschaftliche Teilhabe auch die Bereitschaft voraussetzt, die Perspektiven und Bedürfnisse anderer zu berücksichtigen.

Zugleich ist das bloße Überstülpen der eigenen Werte oder Weltanschauung, aber selbst von gesichertem Wissen mit Verweis auf Fakten und Wahrheitsgehalte mithin wenig demokratiefördernd, insofern Menschen Meinungen aber auch Fakten immer auf mehreren Ebenen durchdringen müssen, um nachhaltig zu verstehen. Bildlich gesprochen wird Bildung und Wissen einmal mit dem Kopf und einmal mit dem Bauch oder Herzen aufgenommen und dann hoffentlich von ganzem Herzen und mit Köpfchen gelebt. Demokratische Bildungsarbeit benötigt deshalb eine praktische Vermittlung von Theorien und Ideen, die mehr gelebte Praxis und gefühlte Teilhabe an Prozessen und Möglichkeiten zulassen. Austausch mit und zwischen Menschen ist deshalb ein wichtiger Bestandteil meiner Bildungsarbeit.

Without values and a stance of one’s own, responsibility-based democratic education is not possible. If you do not know where you stand and why, you cannot help anyone else find their own way either.

I follow a responsibility-based approach to education. Education is not merely the transfer of knowledge and skills, but a process in which people are enabled to take responsibility for themselves, for others and for society. At its centre stands the development of judgement, self-reflection and the capacity to assess the consequences of one’s own actions. Understood in this way, education creates spaces in which people learn to justify decisions, to endure ambivalence and to stand by their own convictions and actions. At the same time, responsibility is not understood as an individual duty but as something that arises in social contexts: people experience that their decisions affect others, and that participating in society also requires a willingness to consider the perspectives and needs of others.

At the same time, simply imposing one’s own values or worldview — even established knowledge, with reference to facts and truth claims — does little to strengthen democracy, since people must always work through opinions as well as facts on several levels in order to understand them lastingly. Put figuratively, education and knowledge are taken in once through our head and mind and once through our gut and heart, and are then, one hopes, lived wholeheartedly and thoughtfully. Democratic education therefore needs a hands-on way of conveying its ideas, theories and values, while at the same time creating opportunities for active, lived participation in processes and possibilities through which understanding itself can be deepened and expanded. Personal exchange with and between people is thus an essential part of my educational work.

Bildungspolitische Positionierung Educational and political position

Als Aussteiger aus der Neonazi-Szene liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit als Bildungsreferent auf der Analyse und Kritik jedweder Form menschenverachtender Politik und Ideologie, ganz gleich ob nationalistisch, faschistisch, neonazistisch etc. Dies umfasst die Untersuchung ihrer historischen und zeitgenössischen Organisationsformen und Transformationsprozesse sowie auch die kritische Auseinandersetzung mit Gesellschaftsphänomenen, die mit derartigen Politikformen zusammenhängen, wie bspw. Antisemitismus, Klassismus oder Rassismus u. a. m.

Basierend auf meiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den zuvor genannten Themenfeldern liegt mein bildungspolitischer Fokus beim Aufklären über rechte Strukturen besonders auf der Betrachtung von Radikalisierungsprozessen, ihren individuellen gleichwie gesellschaftlichen Auslösern, den sie begünstigenden Umständen sowie möglichen Deradikalisierungsstrategien in alltäglichen Situationen (Arbeitsplatz, Schule, Familie, Freundeskreise etc.) ebenso wie in institutionellen Settings (bspw. Verwaltung oder Parteienpolitik).

As someone who left the neo-Nazi scene, the focus of my work as an educator lies on the analysis and critique of every form of dehumanising politics and ideologies of inequality, whether nationalist, fascist, neo-Nazi or otherwise. This includes examining their historical and contemporary forms of organization and their processes of transformation, as well as a critical engagement with the societal phenomena bound up with such politics — antisemitism, classism or racism among them.

Building on my academic engagement with these fields, my educational focus in explaining far-right structures lies in particular on processes of radicalization: their individual and societal triggers, the circumstances that favour them, and possible deradicalization strategies in everyday situations (workplace, school, family, circles of friends) as well as in institutional settings (public administration or party politics, for instance).

Bildungspolitische Leitfragen Guiding questions

  • RadikalisierungRadicalisation Welche sozialen, politischen und individuell-emotionalen Konstellationen begünstigen Radikalisierungsprozesse menschenverachtender Ideologien? Which social, political and individual-emotional constellations favour processes of radicalisation into ideologies of inequality?
  • Medien und materielle KulturMedia and material culture Welche Rolle spielen dabei Medien jeglicher Art, besonders aber digitale Medien und soziale Netzwerke? What role do media of every kind play in this — and digital media and social networks in particular?
  • DeradikalisierungDeradicalisation Was sind sinnvolle Taktiken und Strategien in der Auseinandersetzung mit radikalisierten Personen und den diversen Diskriminierungsformen, die derartige Politiken im Alltag (re)produzieren? Which tactics and strategies make sense when dealing with radicalised people and with the various forms of discrimination that such politics (re)produce in everyday life?
  • Alltägliche GegenstrategienEveryday counter-strategies Was kann jede*r unabhängig von gesellschaftlicher bzw. politischer Situierung im Alltag tun, um eine diverse demokratische Kultur zu stärken und Räume für gleichberechtigte Teilhabe sowie kollektive Handlungsfähigkeit mitzugestalten? What can anyone do in everyday life, whatever their social or political position, to strengthen a diverse democratic culture and create spaces for equal participation and collective agency?

Angebote und Formate What I offer, and in which formats

  • Jugend- und ErwachsenenbildungYouth and adult education Mit flexibler Ausrichtung auf individuelle Interessen- und Themenfelder. Vorträge und Klassendiskussionen an Schulen (ab Klassenstufe 9). Flexibly geared to individual interests. Lectures and classroom discussions at schools.
  • Aufklärung über rechte Strukturen, Symboliken und ArgumentationsmusterExplaining far-right structures, symbols and argumentation patterns Analyse des sogenannten Rechtsrucks in der aktuellen politischen Landschaft (AfD, Neue Rechte, Identitäre, Trump und Co.). Analysis of the so-called shift to the right in the current political landscape (AfD, New Right, Identitarians, Trump and others).
  • Weiterbildungen, Kommunikations- und StrategieberatungTraining, communication and strategy consulting Counter-Speech-Seminare gegen nationalpopulistische Parolen und menschenverachtende Hetze. Counter-speech seminars against national-populist slogans and dehumanising agitation.
Christian E. Weißgerber bei einer Lesung, sein Buch „Mein Vaterland!“ vor sich auf dem Tisch

Aus dem Buch „Mein Vaterland! Warum ich ein Neonazi war“ — mit anschließendem Gespräch.

  • Zielgruppen: Schulen, Hochschulen, Buchhandlungen, Bibliotheken, Kulturvereine, Gedenkstätten
  • Inhalt & Umfang: individuell auf geplantes Publikum abstimmbar

From the book “Mein Vaterland! Warum ich ein Neonazi war” — followed by a discussion.

  • Suitable for: schools, universities, bookshops, libraries, cultural associations, memorial sites
  • Content & scope: tailored individually to the intended audience
Christian E. Weißgerber im Stuhlkreis eines Workshops

Interaktive Gruppenarbeit zu verschiedenen Themenfeldern, bspw. Radikalisierungssensibilisierung, Erkennen rechter Strukturen und Symboliken uvm.

  • Inhalt & Dauer: individuell absprechbar
  • Zielgruppen: Jugend- und Erwachsenenbildung, Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9 und höher

Interactive group work on a range of topics, e.g. raising awareness of radicalisation, recognising far-right structures and symbols, and much more.

  • Suitable for: youth and adult education, school classes
  • Content & duration: arranged individually
Christian E. Weißgerber bei einem Vortrag

Inputvortrag mit anschließender Rückfrage- und Diskussionsrunde zu verschiedenen Themen, bspw. Radikalisierungsprävention ausgehend von der eigenen Biographie samt Einordnung aktueller rechtsextremer Politiken in Deutschland, Europa und global uvm.

  • Zielgruppen: Schulen, Hochschulen, Fachtagungen, Gewerkschaften, Verwaltung, Vereine
  • Inhalt & Umfang: individuell sprachlich und inhaltlich auf Publikum abstimmbar

An input talk followed by questions and discussion, on a range of topics — e.g. preventing radicalisation, starting from my own biography, together with an assessment of current far-right politics in Germany, Europe and worldwide, and much more.

  • Suitable for: schools, universities, conferences, trade unions, public administration, associations
  • Content & scope: tailored individually to the audience, in language and content
Podiumsdiskussion auf einer Theaterbühne mit fünf Gesprächsgästen

Teilnahme an Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden.

  • Themen: individuell abstimmbar

Participation in panel discussions and moderated conversations.

  • Topics: arranged individually
Christian E. Weißgerber am Rednerpult vor einer kleinen Gruppe

Fortbildungen für Kollegien und Teams — bspw. zu Radikalisierungsprozessen, ihren Auslösern und dazu, wie man ihnen im Arbeitsalltag begegnet, in der Schule, sozialen Arbeit, freien Wirtschaft bis zur Verwaltung.

  • Zielgruppen: Lehrende sowie Angestellte aller Arbeitszweige
  • Inhalt & Umfang: individuell abstimmbar und auf Zielgruppe zugeschnitten

Training for staff and teams — e.g. on processes of radicalisation, their triggers, and how to respond to them in everyday working life: at school, in social work, in the private sector and in public administration.

  • Suitable for: teachers and employees in every line of work
  • Content & scope: arranged individually and tailored to the audience
Christian E. Weißgerber im Gespräch mit dem Publikum

Für Unternehmen und andere Institutionen, die intern oder in der Öffentlichkeit mit rechten Parolen, Hetze oder Radikalisierung konfrontiert sind: Wie bezieht man Position — und wie kommuniziert man sie?

  • Geeignet für: Unternehmen, Verwaltung, Vereine und andere Institutionen
  • Zuschnitt: auf Anlass und Organisation abgestimmt

For companies and other institutions confronted with far-right slogans, agitation or radicalisation, internally or in public: how do you take a stand — and how do you communicate it?

  • Suitable for: companies, public administration, associations and other institutions
  • Content & scope: tailored to the occasion and the organisation
Christian E. Weißgerber im Seminarraum vor einer Präsentation

Counter-Speech-Seminare gegen rechte, nationalpopulistische Parolen und menschenverachtende Hetze — Argumentationsmuster durchschauen, Gegenrede gemeinsam einüben und im Alltag wirksam widersprechen, durch selbstbewusste eigene Haltung und rhetorische Finesse.

  • Zielgruppen: Jugend- und Erwachsenenbildung, Kollegien und Teams
  • Inhalt & Umfang: individuell abstimmbar und auf Zielgruppe zugeschnitten

Counter-speech seminars against far-right, national-populist slogans and dehumanising agitation — seeing through argumentation patterns, practising counter-speech together and pushing back effectively in everyday life, with a confident stance of one’s own and rhetorical finesse.

  • Suitable for: youth and adult education, staff and teams
  • Content & scope: arranged individually and tailored to the audience

Interviews & PublikationenInterviews & publications

Das Archiv The archive

Fernsehen, Video, Radio, Presse und Fachtexte — chronologisch geordnet, alle Links geprüft. Wo ein Beitrag nicht mehr online steht, führt der Link zur archivierten Fassung. Television, video, radio, press and academic texts — ordered chronologically, all links verified. Where a piece is no longer online, the link leads to an archived version.

  • SWRMichael Steinbrecher22.05.2026

    Talkrunde über Ausgrenzung und ihre Folgen. Weißgerber sitzt dort als jemand, der bis 2010 selbst Menschen ausgegrenzt und abgewertet hat. Talk show on exclusion and its consequences. Weißgerber takes part as someone who, until 2010, excluded and demeaned people himself.

  • LADbible Stories01.03.2026

    Englischsprachige Begegnung mit dem Holocaust-Überlebenden Stephen Kapos — der bislang international meistgesehene Beitrag. An encounter with Holocaust survivor Stephen Kapos — by far the most widely watched piece internationally.

  • stern27.02.2020

    Streitgespräch zwischen Aussteiger und Wissenschaft über die Frage, was Menschen in die Szene zieht. A debate between a former insider and academic expertise on what draws people into the scene.

  • Diana zur Löwen17.11.2019

    Ausführliches Gespräch auf einem reichweitenstarken YouTube-Kanal, das gezielt ein junges Publikum erreicht. An extended conversation on a high-reach YouTube channel, aimed specifically at a young audience.

  • NRWisionImpulsRedaktion2019

    Die Redaktion begleitet ihn nach Chemnitz und fragt nach dem Weg hinein — und wieder hinaus. The editorial team accompanies him to Chemnitz and asks about the way in — and back out again.

  • Die Story im Ersten · NDR/MDRJana Merkel, Michael Richter2018

    Dokumentation über die Verflechtungen der AfD mit rechtsradikalen Netzwerken; Weißgerber warnt darin vor den Identitären. Ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis 2019 — „politische Bildung auf höchstem Niveau“. Documentary on the AfD’s entanglement with far-right networks; Weißgerber warns about the Identitarians. Awarded the Grimme Prize 2019 as “political education at the highest level”.

    In der ARD-Mediathek verfügbar. Available in the ARD media library.

  • TIMBOX TVMehrteilige ReiheMulti-part series

    Videoreihe über den gesamten Weg: Faszinationspunkte und Erstkontakt, Szenealltag, Zweifel und Ausstieg. A video series covering the whole trajectory: points of fascination and first contact, everyday life in the scene, doubt, and leaving.

  • Literaturforum im Brecht-HausWolfgang Benz2020

    Langes Gespräch mit dem Antisemitismusforscher Wolfgang Benz im Berliner Brecht-Haus. An extended conversation with the antisemitism researcher Wolfgang Benz at the Brecht House in Berlin.

  • Tageszeitung Heute26.09.2019

    Offenes Frage-Antwort-Format ohne vorbereitete Fragen. An open question-and-answer format with no prepared questions.

  • DIE ZEIT23.02.2018

    Über die Selbstwahrnehmung in der Szene — und darüber, wie gefährlich gute Absichten sein können. On self-perception inside the scene — and how dangerous good intentions can be.

  • Deutschlandfunk NovaSven Preger

    Radiofeature über den Anspruch der Szene, intellektuell zu wirken — und darüber, wie er selbst diesen Anspruch bediente. Radio feature on the scene’s claim to intellectual respectability — and how he himself served that claim.

  • Kontrast Radio2018Zweiteiliges GesprächTwo-part conversation

    Ausführliches Gespräch in zwei Folgen über Einstieg, Szenealltag und den langen Weg heraus. An extended two-part conversation on entry, everyday life in the scene and the long way out.

  • ORF RadioKulturhausWien

    Auftritt im Wiener RadioKulturhaus des ORF. Appearance at the ORF RadioKulturhaus in Vienna.

  • VICEHanna Herbst

    Schnelles Frage-Antwort-Format, das die naheliegenden Fragen stellt, die sonst niemand stellt. A rapid question-and-answer format asking the obvious questions nobody else asks.

  • Der StandardColette M. Schmidt

    Über die Anziehungskraft des Tabubruchs und die Rolle, die Anerkennung dabei spielt. On the attraction of breaking taboos and the role recognition plays in it.

  • Frankfurter RundschauKatja Thorwarth2019

    Gespräch über Männlichkeitsbilder, die Anschlussfähigkeit rechter Ideologie und das Buch. A conversation on images of masculinity, the mainstream appeal of far-right ideology, and the book.

  • bento · DER SPIEGELTobias Schreiner

    Über die Strategie der Neuen Rechten und der AfD, betrachtet von jemandem, der sie mit entwickeln half. On the strategy of the New Right and the AfD, seen by someone who helped develop it.

    bento wurde 2020 eingestellt; der Beitrag liegt heute im Archiv des SPIEGEL. bento was discontinued in 2020; the piece now sits in DER SPIEGEL’s archive.

  • tagesschau.deCharlotte Gnändinger, WDR

    Über rechte Netzwerke in der Bundeswehr — aus der Perspektive eines Zeitsoldaten, der selbst Neonazi war. On far-right networks within the German armed forces — from the perspective of a soldier who was himself a neo-Nazi.

    Nicht mehr auf tagesschau.de abrufbar; Link zur archivierten Fassung. No longer available on tagesschau.de; link to the archived version.

  • vorwärtsJonas Jordan

    Über Rebellion als Motiv — und darüber, warum ausgerechnet die extreme Rechte dieses Bedürfnis bediente. On rebellion as a motive — and why it was the far right, of all things, that answered that need.

    Link zur archivierten Fassung. Link to the archived version.

  • Wiesbadener KurierVolker Milch

    Über Musik als Einstiegstor in die Szene und die kulturelle Strategie der Neuen Rechten. On music as a gateway into the scene and the cultural strategy of the New Right.

    Link zur archivierten Fassung. Link to the archived version.

  • Wochenblatt-ReporterSebastian Leber

    Bericht über seine Erfahrungen als Neonazi bei der Bundeswehr. Report on his experiences as a neo-Nazi in the German armed forces.

  • Kontrast.atKathrin Glösel

    Über den Idealismus, mit dem junge Menschen in die Szene gehen — und wie er umgelenkt wird. On the idealism with which young people enter the scene — and how it gets redirected.

  • Jüdische Allgemeine

    Über die religiösen Züge rechter Ideologie: Sinnversprechen, Gemeinschaft, Feindbild. On the religious traits of far-right ideology: the promise of meaning, community, and an enemy.

  • SRF Kultur

    Ungeschöntes Interview über Gewalt und darüber, was sie den Tätern gibt. An unvarnished interview about violence and what it gives to those who commit it.

  • DOMRADIO.DE

    Über den Ausstieg als Prozess — und darüber, was Menschen von außen dazu beitragen können. On leaving as a process — and what people on the outside can contribute to it.

  • Goethe-Institut

    Porträt im Jugendportal des Goethe-Instituts, das seine Biografie für ein internationales Publikum einordnet. A portrait in the Goethe-Institut’s youth portal, presenting his biography to an international audience.

  • Sankt Michaelsbund

    Über die Mechanik der Szene: wie Zugehörigkeit hergestellt und Ausstieg erschwert wird. On the mechanics of the scene: how belonging is manufactured and leaving made difficult.

  • Berufskolleg Werther Brücke, Wuppertal

    Bericht über einen Schulbesuch — ein Beispiel dafür, wie die Bildungsarbeit konkret aussieht. Report on a school visit — an example of what the educational work looks like in practice.

  • Deutsch-Französisches Gymnasium Saarbrücken2025

    Schulbericht über einen Vortrag vor Oberstufenklassen. A school’s report on a lecture given to upper-secondary classes.

  • LandesEchoPragPrague

    Gespräch über den Ausstieg als langen Prozess — in der Zeitschrift der deutschen Minderheit in Tschechien. A conversation about leaving as a long process — in the magazine of the German minority in the Czech Republic.

  • In: Affekt Macht Netztranscript, Bielefeld2019Open AccessOpen access

    Aufsatz über das Ressentiment als affektive Struktur — im frei zugänglichen Sammelband von Breljak, Mühlhoff und Slaby zur Sozialtheorie der digitalen Gesellschaft. An essay on ressentiment as an affective structure — in the freely available volume by Breljak, Mühlhoff and Slaby on the social theory of digital society.

  • Journal EXIT-Deutschland2016

    Analyse dreier Ereignisse als Seismographen gesellschaftlicher Verschiebungen. An analysis of three events as seismographs of shifts within society.

  • Journal EXIT-Deutschland2015

    Über die Frage, was der Begriff „Rechtspopulismus“ erklärt — und was er verdeckt. On what the term “right-wing populism” explains — and what it conceals.

    Link zur archivierten Fassung. Link to the archived version.

  • Journal EXIT-Deutschland2014

    Argumentiert, dass der Extremismusbegriff mehr verstellt als er erklärt — und schlägt vor, ihn aufzugeben. Argues that the concept of extremism obscures more than it explains — and proposes abandoning it.

  • Journal EXIT-DeutschlandMathilde Forestier2014Übersetzung aus dem FranzösischenTranslated from French

    Porträt der französischen Ursprünge der Identitären Bewegung, aus dem Französischen übersetzt. A portrait of the French origins of the Identitarian movement, translated from the French.

  • devians e. V.Frédéric Metz2018Übersetzung aus dem FranzösischenTranslated from French

    Übersetzung eines wahrnehmungsphänomenologischen Essays, als PDF frei verfügbar. Translation of an essay on the phenomenology of perception, freely available as a PDF.

  • Duncker & HumblotHrsg. Hartmut Rosa, Klaus ViewegEds. Hartmut Rosa, Klaus Vieweg2014

    Mitarbeit an Vorwort und Redaktion des Bandes, darunter die Bearbeitung von Slavoj Žižeks Beitrag „Plato, Descartes, Hegel. Three Philosophers of Event“. Contributions to the foreword and editorial work on the volume, including editing Slavoj Žižek’s essay “Plato, Descartes, Hegel. Three Philosophers of Event”.

  • Fachtext DE

    „Wissensvermittlung ohne Werte ist leer, Wertevermittlung ohne Wissen blind“ — Ein Gespräch mit Bildungsreferent_innen und Sozialarbeiter_innen

    In: Unbeugsam & UnbequemUnrast, MünsterHrsg. Kathrin Glösel, Hanna LichtenbergerEds. Kathrin Glösel, Hanna Lichtenberger2018

    Gemeinschaftsbeitrag über Handlungsräume und Strategien gegen die extreme Rechte. A collaborative contribution on scope for action and strategies against the far right.

    Nur gedruckt erschienen — kein Online-Link verfügbar. Print only — no online link available.

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