Buch ‚Mein Vaterland!‘

"Radikalisierung ergreift
die Körper wie die Köpfe"

In seinem Buch verdeutlicht Weißgerber, wie Alltagsrassismus und bestimmte Männlichkeits-vorstellungen  in  seiner  Jugend  im  ostdeutschen  Arbeitermilieu  seinen  Weg  in  die  Nazi-Szene  ebneten.  Rechtes Gedankengut war schon damals kein Randphänomen.

Vielmehr schloss es nahezu nahtlos an Vorstellungen der sogenannten »Mitte der Gesellschaft« an: zuerst in der Schule,
dann bei der Bundeswehr und später  an  der  Uni. Beklemmend beschreibt der Autor autobiografische Episoden aus seiner Jugendzeit und verbindet sie mit politisch-psychologischen Analysen rechter Ideologien. Weißgerber klärt anhand seiner Erfahrungen in der organisierten Neonazi-Szene über ideologische Überschneidungen mit gegenwärtigen nationalpopulistischen Strömungen auf.

 Christian E. Weißgerber
 Mein Vaterland!
 Warum ich ein Neonazi war
256 Seiten, Broschur
 978-3-280-05696-7  
Auch als E-Book erhältlich

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Leseeindrücke & Rezensionen​

Selbstkritisch, gesellschaftskritisch, zutiefst ehrlich und äußerst spannend erzählt Christian Weißgerber von seinem in vielerlei Hinsicht heftigen Leben...bei Weitem mehr als eine Aussteigergeschichte!​
Da schwebt ein Vogel über die Landschaft des Buchcovers. Von oben hat er einen ganz eigenen Blick auf die Täler und Wälder des Vaterlandes. Und genau so fühlt es sich beim Lesen an, wenn der Autor in Einführung und ersten Kapiteln eine persönliche und gleichzeitig beklemmende Biografie abliefert: Der Blickwinkel eines ehemaligen Neo-Nazis auf seine Kindheit und Jugend, schonungslos ehrlich - und am Ende jeden betreffend. ​
Mit dieser Kombination aus autobiographischem Bericht und Analyse ist Christian Weißgerber ein sehr lesenswertes und interessantes Buch zu einem Thema von höchster gesellschaftspolitischer Relevanz gelungen.
Offen,ehrlich,bissig und trotzdem gespickt mit Humor. [...] Ein wirklich sehr ehrliches Buch, wie wir es so schnell bestimmt nicht wieder erleben werden.
„Mein Vaterland“ ist eine Exkursion zu den Grundzügen des politisch rechten Spektrums. Neben dem persönlichen Werdegang des Autors, stehen in diesem Buch auch die alltäglichen Berührungspunkte mit rassistischem Gedankengut im Fokus. Popkulturelle Bezüge, geschichtliche Symbolik und die „50 Shades of Braun“ vermitteln, worum es bei nationalsozialistischem Gedankengut geht – sachlich, fundiert und ohne dauerhaftes, emotionsgeladendes „Nazi-Bashing“.